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HANDWERK MIT VERANTWORTUNG




Handwerk mit Verantwortung


Ein neuer Zusammenschluss von Handwerksbetrieben meint es ernst mit der Nachhaltigkeit. Bundesweit will der Verein Handwerk mit Verantwortung für mehr nachhaltiges Wirtschaften im Handwerk sorgen.

Zehn Unternehmen haben begonnen, sie gründeten den Verein Handwerk mit Verantwortung. Der Verein bekennt sich zum Leitprinzip nachhaltiger Entwicklung, das nicht nur für die Mitglieder gelten soll. Seine Mitglieder sollen auch ihre Kunden Hilfe und Orientierung auf dem Weg zu nachhaltigen Waren und Dienstleistungen bieten. Anders als sonst im Handwerk, wo häufig noch ein relativ laxer Umgang mit ökologisch bedenklichen Produkten und Prozessen Usus ist (z. B. Chemikalien, Holzbehandlung) und auch wenig nach der Herkunft von Vorprodukten und den sozialen Bedingungen ihrer Produktion gefragt wird (z. B. Natursteine) wollen die Mitglieder von Handwerk mit Verantwortung keinen Beitrag zur Umweltzerstörung und zu Menschenrechtsverletzungen leisten. Sie verpflichten sich, beim Bezug von Rohstoffen und Rohprodukten darauf zu achten, dass ihre Gewinnung möglichst wenig Auswirkungen auf Umwelt und Natur aufweist, keine unnötigen Transportwege verursacht, Umweltverschmutzung und Abfälle vermeidet und dass sie Upcyling und Recycling fördern.

Vorprodukte sollen so lokal wie möglich bezogen werden, bei der Entwicklung und Fertigung sollen ökologische Standards über den gesamten Produktlebenszyklus berücksichtigt werden. Ausbildung und soziales Engagement sollen als wichtige Aktivitäten des Betriebs empfunden werden. Die ILO-Kernarbeitsnormen müssen entlang der kompletten Lieferkette eingehalten werden, darüber hinaus soll auch ein eigenes Label für Produkte und Betriebe etabliert werden. Die Betriebe verpflichten sich zu Qualität, Transparenz und Anti-Korruption.

Der Steinmetz Timothy Vincent, einer der Gründer, erklärte im Portal N21: "Wenn Steinmetze nur noch Importsteine verkaufen und selbst nicht mehr handwerklich arbeiten, dann können sie auch nicht mehr gut ausbilden. Wenn wir nicht mehr gut ausbilden können, verliert unser Handwerk seine Identität und sein Können. Wenn HandwerkerInnen Industrieprodukte verkaufen, die nichts mehr mit Handwerk zu tun haben, dann fördern sie das Konsumdiktat, die Wegwerfmentalität und eine Ort- und Zeitlosigkeit, die die Beliebigkeit fördert und alles entwertet."




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29.11.2015
Quelle: Future - verantwortung unternehmen
http://www.future-ev.de/index.php?id=62&tx_ttnews[pointer]=3&tx_ttnews[tt_news]=617&tx_ttnews[backPid]=50&cHash=a5182ceb54