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HANDWERK MIT VERANTWORTUNG

3 Gründe, weshalb wir einen Nachhaltigkeitsbericht geschrieben haben

(und das 2017 wieder tun)

Von Katja Hobler

2014 haben wir am Projekt "CSR1-Kompetenz für saarländische KMU2" teilgenommen und 2015 unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der war ehrlich gesagt ganz schön viel Arbeit, und viele unserer Handwerks-Kolleginnen und Kollegen haben gefragt: Warum macht Ihr das eigentlich? Dafür haben wir in der Tat sehr gute Gründe.

    1. Wir wollen unseren Entwicklungsprozess und die Ergebnisse dokumentieren.
      Das Projekt gab uns Hausaufgaben über Hausaufgaben auf: Wie sind wir im Thema Nachhaltigkeit schon aufgestellt, was sind unsere Anspruchsgruppen, was sind die aktuell wesentlichen Handlungsfelder usw. Das alles war hochspannend und eben auch sehr, sehr umfangreich. Weil für uns von Anfang an klar war, dass wir uns nicht nur einmalig mit diesem Thema beschäftigen wollen, sondern dass Nachhaltigkeit Teil unserer Unternehmensstrategie werden soll, haben wir großen Wert darauf gelegt, unsere Arbeitsschritte, Ergebnisse und formulierten Ziele zu dokumentieren. Der Bericht dient somit auch als Blaupause für unsere nachhaltige Weiterentwicklung. Orientiert haben wir uns dabei übrigens an der DIN ISO 26000: Sie ist unseres Erachtens nachvollziehbar aufgegliedert, es gibt gut lesbare und hilfreiche Literatur, und sie ist relativ leicht in die Praxis übertragbar.

    2. Reflexion: Was ist da eigentlich mit uns passiert?
      Die Arbeit am Projekt CSR war sehr intensiv, wir steckten quasi oft bis über beide Ohren in den unterschiedlichen Handlungsfeldern. Im Anschluss einen Bericht darüber zu schreiben bedeutete auch, unseren Entwicklungsprozess bis zu dem Zeitpunkt noch einmal aufzuarbeiten, uns kritisch mit einzelnen Punkten auseinander zu setzen. Wir hatten die Möglichkeit, mit etwas zeitlichem Abstand nicht nur unsere Motive zu klären, aus denen wir uns mit dem Thema Nachhaltige Unternehmensführung beschäftigen, sondern ebenso unsere „Baustellen“ zu identifizieren und zu überlegen: Wie wollen wir den Verbesserungsprozess verstetigen.

    3. Tue Gutes und rede darüber.
      Nachhaltige Unternehmensführung ist als strategische Aufgabe bei meinem Mann und mir angesiedelt. Sie muss allerdings auch im Betrieb gelebt werden. Die Mitarbeitenden werden miteinbezogen und können sich in den kontinuierlichen Entwicklungsprozess mit einbringen. Das setzt voraus, dass sie sowohl über unsere Strategie an sich wie auch über die einzelnen Arbeitsschritte und die Ziele informiert sind. Jedes Teammitglied hat deshalb ein Exemplar des Nachhaltigkeitsberichts erhalten.
      Ein wichtiger Gedanke bei CSR ist: Die freiwilligen Auflagen sollen sich für das Unternehmen auszahlen (wenn auch nicht zu 100% monetär). Es geht ja nicht um Idealismus, sondern schon darum, Gewinne zu machen, eventuell zu wachsen – eben nachhaltig. Unseren Bericht setzen wir deshalb auch in der Außenkommunikation ein. Die wichtigsten Kunden haben ein gedrucktes Exemplar erhalten, für jeden zugänglich steht er als pdf-Dokument auf unserer Homepage. So können wir unser Unternehmen sowohl als attraktiven Arbeitgeber als auch als verantwortungsvollen Auftragnehmer präsentieren.


Es kann vorkommen, dass wir selbst gesteckte Ziele nicht erreichen, es Rückschläge gibt, wir Entscheidungen treffen, die nicht so nachhaltig wie irgend möglich sind, oder es kontroverse Meinungen zu einzelnen Punkten gibt. Auch das wird transparent – und das halten wir für richtig. Viele große Unternehmen und Konzerne veröffentlichen schon länger Nachhaltigkeitsberichte. Auch die, von denen man weiß (oder es zumindest ahnt), dass CSR weniger Teil der Unternehmens- als vielmehr Teil der Marketingstrategie ist. Davon wollen wir uns deutlich unterscheiden.

Hier gibt es den CSR-Bericht zum Download: "Wie wir nachhaltig wirtschaften"



1. CSR = Corporate Social Responsability
2. KMU = Kleine und mittlere Unternehmen